Leinöl

In der Ölfreund-Bio-Ölmühle pressen wir unser Leinöl nach Bestelleingang im Online-Shop und garantieren stets frische und gesunde Ölqualität mit einem fantastischen Geschmack. Je nach verwendeter Saat schmecken die Öle mild oder nussig. Die Fettsäureverteilung und die Anteile der wertvollen Omega-3 Fettsäuren sind bei beiden Varianten nahezu identisch. Unsere Leinöle bleiben nach der Pressung naturbelassen und ungefiltert und sind daher reich an wertvollen Schwebstoffen. Wir verwenden zur Pressung ausschließlich ausgesuchte und geprüfte Ölsaaten aus biologischem Anbau. Die Ölaustrittstemperatur aus den eigens für uns konzipierten Ölpressen beträgt etwa 35°C. Somit ist unser kaltgepresstes Leinöl ein Bio-Produkt ohne Zusatzstoffe in Rohkost-Qualität. Leinöl eignet sich hervorragend für den puren Genuss, in Quarkspeisen oder Müslis, zu Kartoffelgerichten oder einfach zum Salat. Bitte beachten Sie, dass Leinöl sich aufgrund seiner Hitzeempfindlichkeit nicht zum Braten eignet und bewahren Sie Ihre kostbaren Öle stets Kühlschrank auf.

  1. Bio Leinöl nussig kaltgepresst

    Ab: 4,00 €

    Inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
    • in unserer hauseigenen Ölmühle schonend kaltgepresst und abgefüllt
    • enthält ca. 52% Omega- 3- Fettsäuren
    • ungefiltert und daher reich an wertvollen Schwebstoffen und Lignanen
    • Haltbarkeit 2 Monate
    • Geschmack: angenehm leicht nussig

     

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  2. Bio Leinöl mild kaltgepresst

    Ab: 5,00 €

    Inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
    • in unserer hauseigenen Ölmühle schonend kaltgepresst und abgefüllt
    • enthält bis ca. 66% Omega- 3- Fettsäuren
    • ungefiltert und daher reich an wertvollen Schwebstoffen und Lignanen
    • Haltbarkeit 2 Monate
    • Geschmack: angenehm leicht nussig und sehr mild mit einer Note von frischem Heu 
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Die Eigenschaften unseres Bio-Leinöls in Kürze

  • aus den Samen der Leinpflanze (Flachs) schonend kaltgepresst  

  • goldgelbe Farbe

  • Geschmacksrichtungen mild oder nussig

  • naturbelassen in Rohkost-Qualität

  • fast ausschließlich ungesättigte Fettsäuren und bis zu 66,7 % wertvolle Omega-3-Fettsäuren

  • ungefiltert mit vielen hochwertigen sekundären Pflanzenstoffen

  • nicht stark erhitzen und stets nach dem Kochvorgang beigeben

  • Haltbarkeit: 2 Monate, bitte immer im Kühlschrank aufbewahren 


Ölfreund - Keine Angst vor gesunden Fetten!

Leinblüte und dunkle Leinsaat auf einem Holzlöffel

Leinöl – Gold für Ihre Gesundheit

Lebensmittel, die nicht nur gut schmecken, sondern auch gesund sind und unser Wohlbefinden steigern, rücken angesichts einer steigenden Anzahl an Wohlstandskrankheiten immer mehr in das Bewusstsein der Menschen. Auch wertvolle Speiseöle, wie das Leinöl, gehören zu einer gesunden Ernährung dazu.

Das goldgelbe Öl besteht zu beinahe 90 Prozent aus gesundheitsfördernden, ungesättigten Fettsäuren und ist eines der Lebensmittel mit der höchsten Konzentration an Omega-3 Fettsäuren. Diese essentiellen Fettsäuren werden vom menschlichen Körper nicht selbst gebildet und müssen daher täglich über die Nahrung aufgenommen werden. Nimmt man zu wenige dieser gesunden Fette zu sich, kann es zu Mangelerscheinungen kommen, die die Gesundheit beeinträchtigen können.

In der Ölfreund-Bio-Ölmühle pressen wir unser Leinöl nach Bestelleingang im Online-Shop und garantieren stets frische und gesunde Ölqualität mit einem fantastischen Geschmack. Je nach verwendeter Saat schmecken die Öle mild oder nussig. Die Fettsäureverteilung und die Anteile der wertvollen Omega-3 Fettsäuren sind bei beiden Varianten nahezu identisch. Unsere Leinöle bleiben nach der Pressung naturbelassen und ungefiltert und sind daher reich an wertvollen Schwebstoffen. Wir verwenden zur Pressung ausschließlich ausgesuchte und geprüfte Ölsaaten aus biologischem Anbau. Die Ölaustrittstemperatur aus den eigens für uns konzipierten Ölpressen beträgt etwa 35°C. Somit ist unser kaltgepresstes Leinöl ein Bio-Produkt ohne Zusatzstoffe in Rohkost-Qualität.

Wo hat der Lein seinen Ursprung?

Der Ursprung der blau blühenden Pflanze, die auch unter dem Namen Flachs oder Gemeiner Lein bekannt ist, findet sich in Syrien, Ägypten, im Iran und in der östlichen Türkei. Von hier aus hat sie sich schon vor langer Zeit über ganz Europa ausgebreitet. Lein wird überwiegend als Kulturpflanze angebaut und wächst nur gelegentlich wild. Die lateinische Bezeichnung linum usitatissimum bedeutet soviel wie „sehr nützlicher Lein“ und gibt einen Hinweis auf seine Vielfältigkeit. Doch das Wissen um die Stärken, die in den gelblich-braunen Samen der Pflanze stecken, befand sich längere Zeit in einem Dornröschenschlaf.

Schon die frühen Zivilisationen der Ägypter und alten Griechen kannten die vielen Vorteile und Verwendungsmöglichkeiten der Leinsamen. Erste Erwähnungen als Genussmittel und zur medizinischen Verwendung fand man aus dem Jahre 650 vor Christus. Bereits im 4. Jahrhundert vor unserer Zeit wurde die Pflanze zur Herstellung von Textilien genutzt. Noch bis in das vergangene Jahrhundert waren Flachsfelder weit verbreitet. Mit zunehmender Produktion von Textilien aus Baumwolle verlor der Anbau von Lein jedoch an Bedeutung und auch die Produktion des Öles nahm deutlich ab, bevor man sich vor einigen Jahren auf die natürlichen Kräfte und die gesundheitsfördernden Eigenschaften zurückbesann.

Eines der wichtigsten Anbaugebiete in Deutschland ist die Lausitz, wo seit 1924 der Lein wieder auf großen Flächen kultiviert wird. Im Jahr 2005 wurde der Lein in Deutschland zur Heilpflanze des Jahres gekürt, wobei die positive Wirkung des Öls natürlich schon seit vielen Jahrhunderten bekannt und überliefert ist. Dank moderner Untersuchungsmethoden und wissenschaftlicher Studien ist es heute möglich, diese auch zu belegen.

Woraus besteht Leinöl?

Hochwertiges Leinöl wird aus ganzen Leinsamen, im besten Fall Bio-Leinsamen, ausgepresst. Die Fettzusammensetzung ist mit etwa 90 Prozent ungesättigten Fettsäuren und einem sehr hohen Anteil von bis zu 70 Prozent Omega-3-Fettsäuren in Form von Alpha-Linolensäure (ALA) und bis zu 18 Prozent Omega-6-Fettsäuren in Form von Linolsäure (LA) sehr positiv. Unter anderem werden diesen Fettsäuren entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben, die sich bei der Behandlung vieler sogenannter Zivilisationskrankheiten günstig auswirken können. Einen vergleichbar hohen Omega-3-Gehalt liefert sonst nur fettreicher Meeresfisch, der jedoch aufgrund von Überfischung immer knapper wird und teilweise durch Schwermetalle belastet ist.

Darüber hinaus weist das Öl eine Reihe von wichtigen Nährstoffen, wie einen hohen Gehalt an Vitamin E auf. Auch die Vitamine A, C, D, verschiedene B-Vitamine und Mineralstoffe sind enthalten.

Das im besonders schonenden Kaltpressverfahren hergestellte, ungefilterte Bio-Leinöl zeichnet sich weiterhin durch einen hohen Anteil an wertvollen sekundären Pflanzenstoffen aus. Polyphenole wirken antioxidativ und können zum Schutz der Zellen vor freien Radikalen beitragen, die unter anderem zu einer schnelleren Zellalterung führen können.

Lignane helfen der Leinpflanze unter anderem bei der Abwehr von Erkrankungen. Untersuchungen haben gezeigt, dass diese auch für den Menschen förderlich sein können. Aufgrund ihrer östrogenartigen Wirkungen und anderer biochemischer Eigenschaften sind sie möglicherweise für die Vorbeugung gegen Herz-Kreislauferkrankungen und andere chronische Erkrankungen von Bedeutung. Da die Lignane zu den Phytoöstrogenen gehören, könnten Sie insbesondere Frauen in den Wechseljahren helfen, die unangenehmen Begleiterscheinungen der Hormonumstellung zu mildern.

Sekundäre Pflanzenstoffe befinden sich nur in ungefiltertem Öl. Die sich absetzenden Trübstoffe sind ein Qualitätsmerkmal und es empfiehlt sich, das Öl vor Gebrauch gut zu schütteln, damit die Inhaltsstoffe ihre beste Wirkung entfalten können.

Wie wird das Öl hergestellt?

Bei der Leinölproduktion werden drei Arten der Herstellung unterschieden.

So gibt es die Heißpressung, bei der viele wertvolle Inhaltsstoffe verloren gehen und sich teilweise sogar schädliche Transfettsäuren aufgrund zu hoher Wärmeentwicklung bilden. Das Verfahren der Extraktion ist auf maximale Ausbeute ausgelegt und arbeitet unter anderem mit dem Zusatz von chemischen Lösungsmitteln und ebenfalls sehr hohen Temperaturen. Beide Varianten sollte man besser meiden, wenn man ein qualitativ erstklassiges Leinölprodukt erhalten möchte. Das schonendste Verfahren zur Herstellung von Leinöl und anderen Ölen ist die Kaltpressung

Warum ist es so wichtig, Öl kalt zu pressen?

Bei der industriellen Ölherstellung werden die Rohstoffe zermahlen, bis zu 190 °C erhitzt und während des Produktionsprozesses zeitweise mit Chemikalien versetzt, um einen maximalen Presserfolg zu erzielen.

Die ungesättigten Fettsäuren, aus denen Leinöl zu über 80 Prozent besteht, sind nicht hitzestabil und verändern bei der Erhitzung ihre chemische Struktur. Auch Vitamine und Fettbegleitstoffe können durch übermäßige Wärmezufuhr und zu hohen Druck zerstört werden.

Kaltpressung bedeutet die Ölherstellung bei niedriger Temperatur und ohne Zufuhr von Wärme, rein durch mechanischen Druck. So werden die Ölsaaten besonders schonend verarbeitet und alle wertvollen Inhaltsstoffe bleiben erhalten.

Warum wird das Öl nicht gefiltert?

Besonders hochwertige Öle sind naturtrüb und ungefiltert. Die Schwebstoffe im Öl stellen ein Qualitätsmerkmal dar und geben dem Öl seinen charakteristischen Geschmack. Außerdem bleiben neben den wertvollen Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen auch die Schwebstoffe und Fettbegleitstoffe in den Produkten erhalten.

Warum sollten Öle nur aus Biosaaten hergestellt werden?

In der herkömmlichen Landwirtschaft werden oft Pestizide verwendet. Diese sind zu großen Teilen fettlöslich und können bei der Herstellung des Speiseöles in das Endprodukt übergehen. In der biologischen Landwirtschaft sind Pestizide verboten. Daher empfiehlt es sich für die Pressung nur beste Bio-Ölsaaten zu verwenden.

Wie Wein und Kaffee haben auch Saaten in jeder Region ihre eigenen Merkmale, die den Geschmack der Endprodukte bestimmen. Wir suchen weltweit nach Saaten, die ihre wertvollen Inhaltsstoffe mit dem besten Geschmack vereinen.

Hochwertiges Leinöl hat keinen bitteren Geschmack!

Eine Assoziation, die Leute häufig in Bezug auf Leinöl haben, ist ein bitterer oder unangenehmer Geschmack, der sie vom täglichen Verzehr des gesunden Rohstoffes abhält.

Grundsätzlich gilt, bei einer schonenden und handwerklich einwandfreien Herstellung hat das frische kaltgepresste Bio-Leinöl je nach verwendeter Leinsaat einen milden (helle Saat) bis nussigen (dunkle Saat) und heuartigen Geschmack.

Schmeckt das Leinöl bitter, wurde es entweder falsch produziert oder ist aufgrund von zu langer oder zu warmer Lagerung bereits oxidiert. In diesem Fall verändert sich seine chemische Struktur und es wird nutzlos oder gar schädlich für die Gesundheit.

Qualitativ hochwertige und frisch kaltgepresste Öle können problemlos auch pur genossen werden. Damit die Qualität nach Anbruch des Öles erhalten bleibt, sollte es dunkel und kühl aufbewahrt und innerhalb von zwei Monaten verbraucht werden.

Leinöl in der Schwangerschaft und Stillzeit?

Frauen, die während der Schwangerschaft und Stillzeit Bio-Leinöl zu sich nehmen, könnten damit zur normalen Entwicklung des kindlichen Gehirns und der Augen beitragen, da die im Leinöl enthalten Omega-3-Fettsäuren bei der Hirn- und Augenentwicklung hilfreich sein können.

Leinöl für Kinder?

Die im Leinöl enthaltenen essentiellen Omega-3 Fettsäuren könnten das normale Wachstum und die Entwicklung von Kindern fördern.

Leinöl für Veganer und Vegetarier?

Bei diesen Ernährungsstilen ist aufgrund des Fleischverzichts der Anteil an gesunden ungesättigten Fettsäuren im Vergleich zu den gesättigten Fettsäuren bereits höher. Daher müssen sich Vegetarier und Veganer in erster Linien Gedanken um die Balance von Omega-6 und Omega-3 Fettsäuren machen. Vegane Lebensmittel enthalten häufig bereits viele Omega-6 Fettsäuren, während die Versorgung mit Omega-3 Fettsäuren sich schwieriger gestaltet, da diese vorrangig in fettreichem Meeresfisch vorkommen, der insbesondere bei Veganern jedoch nicht auf dem Speiseplan steht. Kaltgepresstes Leinöl bietet daher mit seinem hohen Anteil an pflanzlicher Alpha-Linolensäure eine hervorragende Alternative.

Leinöl für Haustiere?

Nicht nur für uns Menschen scheint Leinöl eine gute Quelle an essentiellen Omega-3 Fettsäuren zu sein. Auch für unsere Vierbeiner steckt das Öl voller wertvoller Inhaltsstoffe. Bei Hunden kann es zudem einen wichtigen Part zur Haut- und Fellpflege beitragen. 

Auch bei Pferden, die einen hohen Leistungsanspruch erfüllen müssen, setzt man bei der Fütterung gern auf die Zugabe von Leinöl. Es dient dabei hauptsächlich als Energielieferant mit einem sehr geringen Eiweißgehalt.

Katzen kann während des Fellwechsels durch die tägliche Gabe einer geringen Menge Leinöls das Herauswürgen der sonst trockenen Fellbällchen erheblich erleichtert werden. Ein halber Teelöffel pro Tag sei ausreichend, empfiehlt der Industrieverband für Heimtierbedarf. Eine dauerhafte Gabe von Leinöl in größeren Mengen ist für Katzen jedoch nicht empfehlenswert.

Was kann Leinöl für die Gesundheit tun?

Wir nehmen in unserer Ernährung zu viele ungesunde Fette zu uns. Diese sind in gesättigter Form zum Beispiel in Chips oder Fast Food enthalten. Dem gegenüber stehen die ungesättigten Fettsäuren, wie sie zu großen Teilen im Leinöl enthalten sind. Diese gesunden Fettsäuren sind an vielen Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt. Durch eine gesunde Ernährungsweise ist es daher möglich, sein Wohlbefinden zu steigern und etwas positives für die Gesundheit zu erreichen.

In zahlreichen Studien nachgewiesen ist, dass sich die tägliche Aufnahme von Bio-Leinöl, aufgrund seiner günstigen Zusammensetzung der Fettsäuren, tatsächlich förderlich auf bestimmte körperliche Beschwerden sowie die allgemeine Leistungsfähigkeit auswirken kann.

Eine optimale Versorgung mit pflanzlichen Omega-3 Fettsäuren kann zur gesunden Entwicklung des Gehirns und des Nervensystems beitragen und bei der Aufrechterhaltung ihrer Funktionen unterstützen. Die ungesättigten Fettsäuren können bewirken, dass das Herz-Kreislauf-System gestärkt wird. Zudem tragen die essentiellen Fettsäuren zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei. Ein zu hoher Cholesterinspiegel ist ein Risikofaktor für die Entwicklung einer koronaren Herzkrankheit.

Kann Leinöl den Zuckerhaushalt positiv beeinflussen?

Diabetes ist mittlerweile die Volkskrankheit Nummer eins, zumindest in den westlichen Kulturen. Um diesem Trend entgegenzuwirken, ist es ratsam, auf einen geringen Zuckerkonsum und eine ausgewogene Ernährung zu achten. Nahrungsmittel, die dabei direkt positiv auf die Blutzuckerwerte einwirken können, sind dabei besonders interessant.

Der Zuckerstoffwechsel kann durch verschiedene Fettsäuren, die in hochwertigen pflanzlichen Ölen vorkommen, beeinflusst werden. In aktuellen Studien wird die Wirkung der Alpha-Linolensäure (ALA) erforscht. Dafür haben 1.000 Studienteilnehmer den Verzehr pflanzlicher Öle erhöht. Dabei wurde beobachtet, dass Personen, die die Aufnahme von ALA erhöhten eine geringere Insulinresistenz hatten und ihren Blutzucker besser regulieren konnten.

Ist Leinöl gut für das Gehirn?

Um problemlos funktionieren zu können, benötigt unser Körper die mehrfach ungesättigten Fettsäuren Omega-3 (Alpha-Linolensäure) und Omega-6 (Linolsäure), die im Idealfall in einem ausgewogenen Verhältnis von 2:1 vorkommen. Während Linolsäure in zahlreichen Samen und Nüssen enthalten ist, existiert die Alpha-Linolensäure in unserer heutigen Nahrung fast gar nicht mehr, was häufig zu einer Überversorgung mit Omega-6 Fettsäuren führt. Das kann der Grund dafür sein, dass unser Körper ein Übermaß an Prostaglandinen Typ2 produziert, die das Immunsystem und den Organismus schwächen und als Stress-Signal auf das Gehirn wirken. Stellen wir dem Körper ausreichend ALA zur Verfügung, unterstützen wir ihn dabei, diese Überproduktion einzudämmen und stattdessen das immunfördernde Prostaglandin Typ3 zu produzieren.

Ein ausgeglichener Fettsäurehaushalt steigert zudem unser Leistungsvermögen. Ein zu niedriger Omega-3-Fettsäurespiegel gilt außerdem als Risikofaktor für die Entwicklung von Depressionen.

Kann Leinöl das Herz-Kreislauf-System und die Blutfettwerte beeinflussen?

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die Todesursache Nummer eins in Europa. Die Risikofaktoren umfassen neben Rauchen, Übergewicht und Bluthochdruck auch ein ungünstiges Verhältnis der Blutfette – dem guten HDL-Cholesterin und dem schlechten LDL-Cholesterin. Unsere moderne, oft fett- und zuckerreiche Ernährungsweise kann also zu gesundheitlichen Problemen führen. 

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) betont, dass ein hoher Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren in der Ernährung das Risiko für Herzkrankheiten senken kann. Laut Studien können besonders Menschen, die an Bluthochdruck leiden von der blutdruckregulierenden Wirkung der gesunden Fettsäuren profitieren.

So wurde in Studien Probanden mit schwachem Bluthochdruck täglich Leinöl verabreicht. Eine Referenzgruppe von Probanden hat anderes Pflanzenöl bekommen. Es stellte sich heraus, dass der Blutdruckwert der Leinöl-Gruppe durch die Alpha-Linolensäure (ALA) signifikant gesenkt werden konnte. Die Verträglichkeit war dabei ausgezeichnet. Es konnten in dem Versuch selbst bei einer hohen Dosierung der ALA keine Nebenwirkungen festgestellt werden. Bei der Referenzgruppe gab es keine Veränderung des Blutdruckwertes. Weiterhin konnte nachgewiesen werden, dass der blutdrucksenkende Effekt sowohl beim Ruheblutdruck als auch beim Blutdruck in Stresssituationen zu verzeichnen ist.

Ein weiterer positiver Effekt durch die regelmäßige Einnahme von ALA ist die Verbesserung der Blutfettwerte und der Fließeigenschaften des Blutes.

Als Entgiftungsorgan des Körpers sind die Nieren in besonderem Maße anfällig für Entzündungen. In einer Studie mit chronischen Nierenpatienten konnte nachgewiesen werden, dass die Alpha-Linolensäure in größerer Konzentration in Nieren und Leber vorkommt und Leinöl die Nierenfunktion positiv beeinflussen kann.

Eine ausreichende Versorgung mit Omega-3 Fettsäuren bedeutet also aktive Gesundheitsvorsorge, die jeder selbst in die Hand nehmen kann. Bei ernsthaften und akuten Beschwerden gilt es jedoch in jedem Fall einen Arzt aufzusuchen.

Können Leinsamen und Leinöl unterstützend für unseren Magen-Darm-Bereich sein?

Bereits Hippokrates, der berühmteste Arzt der Antike, empfahl Lein bei Leibweh und Durchfall und so wurden die goldenen oder braunen Samen, die viele Ballaststoffe enthalten, im alten Griechenland gegen Verstopfung geknabbert. Das Öl kann zudem helfen, die Wände des Darms zu schmieren und sich dabei günstig auf die Verdauung auswirken.

Verwendung von Leinöl bei Diät und Ernährungsumstellung

Wer eine Diät oder gezielte Ernährungsumstellung zur Gewichtsreduktion anstrebt und dabei nicht auf die gesundheitsfördernden Effekte von Leinsamen oder Leinöl verzichten möchte, sollte sich bewusst sein, dass diese einen hohen, wenn auch gesunden, Fettanteil haben.

Bei einer kohlenhydratarmen Low-Carb Ernährung bieten Leinsamen und Leinöl mit 0 Prozent Kohlenhydratanteil pro 100 Gramm Leinsamen die perfekte Nahrungsergänzung bei dieser Ernährungsweise. Außerdem sorgen sie für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl.

Wie integriere ich Leinöl in meine Ernährung?

Das verwendete Leinöl sollte so frisch wie möglich und kaltgepresst sein, um in den Genuss der vielen wertvollen Inhaltsstoffe zu kommen.

Da Leinöl sehr temperaturempfindlich und nicht hitzestabil ist, eignet es sich insbesondere für den Einsatz in der kalten Küche. Es sollte nicht übermäßig erhitzt und bei warmen Speisen stets erst nach dem Kochvorgang dazugegeben werden, da Hitze für eine schnellere Oxidation des Öles sorgt und wichtige Inhaltsstoffe verloren gehen.

Das Öl verleiht selbst einfachen Gerichten das besondere Etwas. Der Klassiker sind dabei Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl. Auch bei Kartoffelsalat oder in Kombination mit Ziegen- oder Schafskäse kann Leinöl durch seine geschmackliche Stärke glänzen. Im Müsli mit Nüssen, Joghurt und Früchten schmeckt Leinöl genauso gut, wie im Pesto. Neben herzhaften Gerichten können auch Desserts vom nussigen Geschmack des frischen Bio-Leinöls profitieren und erhalten dadurch eine besondere Note. Weiter kann das Öl gut über gegartes Gemüse oder in fertig gekochte Suppen gegeben werden. Natürlich passt es auch hervorragend zu frischen Salaten oder gibt Dips ein außergewöhnliches Aroma. Selbstverständlich kann frisches, kalt gepresstes Leinöl auch wunderbar pur verwendet werden

Kann man Leinöl auch für die Haut verwenden?

Ist die Haut im Sommer gebräunt, sieht das schön aus. Für die Zellen ist zu viel Sonneneinstrahlung jedoch purer Stress. Pigmentflecken, feine Äderchen, Falten und Verhornungsstörungen weisen auf einen beschleunigten Alterungsprozess hin. Allerdings braucht der Körper zur Bildung von Vitamin D täglich etwas Sonnenlicht. In Maßen ist Sonnenbaden also sogar gesund. Empfehlenswert ist es in diesem Zusammenhang Faktoren zu stärken, die einen Anti Aging Effekt auf die Haut haben. Die Omega-3-Fettsäure ALA kann helfen, die Empfindlichkeit der Haut zu reduzieren und sie vor dem Austrocknen zu schützen. Die Regenerationsfähigkeit wird unterstützt, Entzündungsprozesse können gedämpft und die Zellalterung verlangsamt werden.

Bio-Leinöl ist zudem auch zur äußerlichen Anwendung geeignet. So kann man es beispielsweise auf Schrunden, Herde von Schuppenflechte oder trockene Ausschläge auf die betroffenen Hautstellen auftragen, um die strapazierten Zellen mit Feuchtigkeit zu versorgen.

Wieviel Leinöl sollte ich täglich zu mir nehmen?

Das Wichtigste für unsere Gesundheit ist eine ausgewogene Ernährung. Ernährungsphysiologen gehen davon aus, dass es bei unserer westlichen Ernährungsweise ratsam ist, eine tägliche Ration an frischem Bio-Leinöl zu verzehren, um den täglichen Bedarf des Körpers an Omega-3 Fettsäuren zu decken. Sofern keine gravierenden Mangelerscheinungen vorliegen, wird eine Dosierung von ein bis zwei Esslöffeln pro Tag empfohlen. Bei Kindern ist, in Absprache mit dem Kinderarzt, zu einer reduzierten Einnahme in Abhängigkeit von Größe und Gewicht zu raten.

Für jede Heilpflanze und auch für viele Lebensmittel gilt, dass eine zu hohe Dosis der Gesundheit nicht mehr zuträglich ist. Die kritische Menge liegt beim Leinöl allerdings bei etwa 100 Gramm pro Tag. Eine mögliche Vergiftungsgefahr durch eine Überdosierung ist daher eher unwahrscheinlich.

Da jeder menschliche Organismus anders reagiert und Omega-3 Fettsäuren auch die Blutgerinnung beeinflussen, also das Blut verdünnen können, sollte man zunächst nicht mehr als drei Esslöffel Leinöl pro Tag zu sich nehmen.

Öl-Eiweiß-Kost nach Dr. Johanna Budwig

Bereits im vergangenen Jahrhundert hat die Biochemikerin Dr. Johanna Budwig darauf hingewiesen, dass Leinöl und Leinsamen aufgrund ihrer vielen positiven Wirkungen auf den Organismus ausgezeichnete Lebensmittel zur allgemeinen Steigerung des Wohlbefindens seien. Infolge ihrer Forschungsergebnisse entwickelte sie eine spezielle Öl-Eiweiß-Diät, die auch Leinöl-Rezepte umfasste und setzte sie mit sehr guten Erfolgen bei vielen ihrer Krebspatienten.

Neben reichlich Rohkost, milchsauer vergorenem Gemüse und Gemüsesäften, gehörte auch der Verzehr von Leinsamen, kaltgepresstem biologischem Leinöl, Bio-Quark und Hüttenkäse zur sogenannten Anti-Kebs-Diät. Johanna Budwig konnte belegen, dass Quark und Hüttenkäse aufgrund ihres hohen Anteils an schwefelhaltigen Aminosäuren die Omega-3-Fettsäuren leichter löslich und somit besser für den Körper resorbierbar machen konnten.

Warum hat frisches Leinöl nur eine Haltbarkeit von 2 Monaten?

Aufgrund der chemischen Eigenschaften der ungesättigten Fettsäure oxidiert frisches Leinöl besonders schnell und ist äußerst hitzesensibel. Es wird sehr schnell bitter und verliert seinen charakteristischen Geschmack, wenn es Licht und Sauerstoff in Kontakt kommt. Darüber hinaus verliert es bei der Oxidation auch seine positiven Eigenschaften für unsere Ernährung und unsere Gesundheit.

Frisches Leinöl sollte daher grundsätzlich kühl und dunkel gelagert werden. Es ist bereits beim Kauf darauf zu achten, dass das Leinöl in dunklen Flaschen abgefüllt ist, um eine Beschädigung der Inhaltsstoffe durch Lichteinstrahlung auf ein Minimum zu reduzieren.

Zudem wird eine Aufbewahrung im Kühlschrank empfohlen, um die Oxidation des Öls zu verlangsamen. Das Leinöl sollte innerhalb von 2 Monaten aufgebraucht werden. Es ist ebenfalls möglich, das Öl im Gefrierfach zu lagern. So lässt sich die Haltbarkeit um einige Monate verlängern.

Wenn das Öl nach Ablauf der Haltbarkeit oxidiert und ranzig oder bitter geworden ist, ist es nicht mehr zum Verzehr geeignet. Es muss jedoch nicht sofort entsorgt werden, sondern kann darüber hinaus noch als Pflegemittel für Holz oder Leder Verwendung finden.

Kann man mit Leinöl braten?

Da die im Leinöl enthaltenen Omega-3 Fettsäuren keine Hitze vertragen, sollte es auf keinen Fall zum Braten verwendet werden. Durch zu starkes Erhitzen würden die Fettsäuren zerstört und zum Teil in schädliche Transfettsäuren umgewandelt werden. Der Rauchpunkt, das heißt der Punkt, bei dem sich unter Rauchentwicklung schädliche Stoffe bilden, liegt beim Leinöl schon bei etwa 107 Grad Celsius, also nur wenige Grad über dem Siedepunkt von Wasser.

Ölmühle oder Supermarkt – Wo kann ich das beste Leinöl kaufen?

Mit steigender Nachfrage, steigt auch das Angebot und so gibt es Leinöl an verschiedenen Stellen und in sehr unterschiedlichen Ausprägungen zu kaufen. Am besten ist es natürlich, ein hochwertiges frisch kaltgepresstes Bio-Leinöl direkt aus der Ölmühle zu beziehen. Im ausgewählten Fachhandel, wie in Reformhäusern oder inhabergeführten Bio-Märkten, ist das Öl nicht ganz so frisch wie direkt aus der Mühle, aber auch hier ist gute Qualität zu finden. Man sollte insbesondere darauf achten, dass das angebotene Öl in der Kühlung steht und in dunklen Flaschen abgefüllt wurde.

Zudem sollte das Öl in besonders schonender Kaltpressung hergestellt worden sein. Hier ist die Ölausbeute zwar geringer als bei allen anderen Pressverfahren, was sich auch im Preis widerspiegelt, dafür bleiben aber die gesunden Inhaltsstoffe umfangreich erhalten.

Rezepte mit unserem Ölfreund Bio-Leinöl

Rezept für Leinsamen Quark

  • 300 g Quark
  • 140 ml Milch
  • 6 Esslöffel Leinsamen in Bio-Qualität, geschrotet
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 4 Esslöffel Leinöl
  • Fruchtzucker zum Süßen bei Bedarf

Zuerst den Quark zusammen mit der Milch in eine Schüssel geben. Dann Leinsamen, Leinöl und Zimt unterrühren. Mit dem Fruchtzucker (z.B.: Fruchtmarmelade oder frische Beeren und Früchte) nach Wunsch abschmecken.

Kokos-Beeren-Joghurt mit Leinöl

  • 250g Naturjoghurt
  • ½ Zitrone
  • 100 g Beeren
  • 3 Esslöffel Kokosraspeln
  • 2 Esslöffel Leinöl

Den Joghurt in eine Schüssel geben und mit dem Saft der Zitrone verrühren. Danach Kokosraspeln sowie die Beeren zugeben und mit dem Leinöl verfeinern.