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Der Avocado Baum- die Avocado- das Avocadoöl



Vorkommen und Botanik   

 Der Avocado Baum Persea americana Mill. (Lauraceae/ Lorbeergewächse) unterscheidet sich in 135 unterschiedlichen Arten und ist von Nordamerika bis Chile, im Mittelmeerraum über Indien bis nach Japan verbreitet.   Generell liebt der Avocado Baum nährstoffreiche Böden, stellt aber darüber hinaus keine besonderen Anforderungen an die Bodenbeschaffenheit. Problematisch ist der außergewöhnliche Wasserbedarf der Pflanzen, jedoch darf der Boden nicht dauerhaft feucht sein, da es ansonsten zu Wurzelfäule führen kann.   Mit ca. 2000 benötigten Sonnenstunden im Jahr ist es ein Licht liebender Baum, der am besten in Wind geschützten Regionen gedeiht. Zu starke Winde führen zum Abbrechen der empfindlichen Zweige.   
 Bei idealen Wuchsbedingungen wird der Avocado Baum zwischen 4m und 20m hoch und kann einen Stammdurchmesser von 60cm erreichen. Die Rinde des Stammes ist sehr dünn, relativ glatt und aschgrau. Der Avocado Baum gehört zu den immergrünen Pflanzen. 
Die Jungen Blätter sind hellgrün und werden später glänzend dunkelgrün. Die Rispenartigen Blüten des Baumes sind 5-8mm lang und gelblich bis grünlich. Sie unterscheiden sich in zwei unterschiedliche Blütenarten, von denen je Pflanze nur immer einer auftritt. Da es männliche und weibliche Blüten gibt, muss beim Anbau darauf geachtet werden, Pflanzen von beiden Typen Pflanzen gepflanzt werden, damit eine Befruchtung erfolgen kann.

Die Frucht   

 Avocados sind faust- bis gurkengroß und oval. Ihre Form erinnert an die einer Birne und kann bis zu 18cm im Durchmesser betragen und erreicht ein Gewicht bis zu 1,5kg. Botanisch handelt es sich bei Avocados um Beerenfrüchte mit dunkelbrauner bis braunroter Schale. Diese ist im reifen Zustand leicht abziehbar. Unter der Schale sitzt das butterweiche grünweiße bis rahmgelbe und sehr ölreiche Fruchtfleisch. Im Zentrum der Frucht befindet sich der rundlich-konische Kern, der 8-24% des Gewichtes ausmachen kann. Auch der Kern ist sehr reich an wertvollem Avocado Öl.

Anbau 

 Der kommerzielle Anbau der Avocado erfolgt hautsächlich im tropischen und subtropischen Klima. Bevorzugte Anbaugebiete befinden sich Amerika und Asien, während die USA und Mexiko den Anbau und Export von Avocados dominieren. Die in Europa verkauften Avocados stammen oft aus Israel, Spanien oder Südamerika. Obwohl es über 200 verschiedenen Zuchtsorten der Avocado gibt, finden wir im europäischen Raum fast ausschließlich die zwei Sorten „Hass“und „Fuerte“


Ölgewinnung 

 In der Regel wird das Öl der Avocado durch das Kaltpressen des Fruchtfleisches der überreifen Früchte, welche für den Verkauf ungeeignet sind, gewonnen. Die überreifen Früchte enthalten bis zu 25% des wertvollen Öls. Bei der Ölgewinnung wird das Fruchtfleisch zu Mus vermahlen und anschließend bei niedrigen Temperaturen zentrifugiert. 
 Die Farbe des Öles ist dunkelgelb bis braun grünlich. Vom Geruch ist es fruchtig, lieblich und leicht säuerlich mit holziger Note.  
Avocadoöl ist gekühlt bis zu 12 Monate haltbar und sollte bei Zimmertemperatur gelagert werden. Bei Temperaturen, wie denen im Kühlschrank wird es fest und musartig.  
Das frisch und kaltgepresste Avocadoöl hat einen hohen Fettbegleitstoffanteil. Hervorzuheben ist der Gehalt an Kalium, Folsäure, Carotioiden, Lecithin, Magnesium, Kupfer, Eisen, Zink und den Vitaminen A,B1, B2, B6, C, D und E.  Wie beim Macadamiaöl liegt der Gehalt an Palmitoleinsäure weit über den bei anderen pflanzlichen Ölen üblichen Wert. Palmitoleinsäure zählt zu den Omega-7-Fettsäuren.

Studienlage  
Laut einer Studie der Harvard Universität aus dem Jahre 2008 zeigte sich, dass Palmitoleinsäure die erste bekannte Fettsäure war, die wie ein Hormon im Körper agierte. Man konnte beobachten, dass die Fettsäure in Leberzellen und Muskelzellen wirkte. Dort erhöht Sie die Empfindlichkeit gegenüber Insulin und hemmt die Fetteinlagerung in die Leber. Die Erhöhung der Insulin Empfindlichkeit kann bei Typ-2-Diabetis Erkrankungen von Bedeutung sein  
Weitere Studien zeigen, dass die Omega-7-Fettsäure die Regeneration von Kollagen positiv beeinflusst. Kollagen ist ein Protein, welches maßgeblich an für die Festigkeit und Struktur unserer Haut verantwortlich ist. Mit steigendem Alter, lässt die Kollagenproduktion im Körper nach und es kommt zu Faltenbildung und mangelnder Spannkraft der Haut.  Daher ist Avocadoöl im Kosmetikbereich eine gute und beliebte Salbengrundlage.
 Hautpflegeprodukte aus Avocadöl stechen hervor durch ein gutes Eindringen die Hornschicht der Haut und eine durchfeuchtende Wirkung. Es lässt sich aufgrund seines hervorragenden Spreitvermögens sehr gut auf der Haut verteilen.  
Avocado Öl hat einen natürlichen Lichtschutzfaktor  von 3-4 und bewirkt eine gute Durchfettung der Haut, was besonders bei gestörtem Hautmikrobiom und damit einher gehender rauer, schuppiger und trockener Haut aus lindernd empfunden wird. 
Viele Menschen mit Neurodermitis, Schuppenflechte  und Bindegewebsbeschwerden nutzen Avocado Öl täglich und sind von der positiven Wirkung überzeugt.

Vier Esslöffel Avocadoöl mit 100ml Sahne vermischt ergeben einen Badezusatz für ein Vollbad der Ihrer Haut besondere Zartheit verspricht

In der Medizin  

Gelegentlich werden Avocado Zubereitungen zur Behandlung von parasitär bedingten Hautschäden und Ekzemen empfohlen.  Nach einer australischen Studie wird auch die Cholesterin senkende Wirkung  des Avocadoöls bescheinigt. 

Die unabhängige australische „Hearth Foundation“ bezeichnte Avocadoöl als „ hearth-healthy food“   

Anwendung in der Küche  

Avocadoöl (Persea gratissima oil)  wird zunehmend beliebter in der europäischen Küche, da es neben seinem günstigen Fettsäurespektrum auch perfekt geeignet ist für die Herstellung von Mayonnaisen. Auch für Dips und die Zubereitung von Pestos findet das Öl immer mehr Liebhaber. Es ist so vielseitig in der der Anwendung, dass man das wertvolle Öl als Salatöl, zum Dünsten und auch zum Braten verwenden kann. 
Der Rauchpunkt eines kalt gepressten Avocadoöls wird mit 255 Grad Celsius angegeben und liegt damit deutlich über den Werten von üblichen Bratölen wie Raps- oder Sonnenblumenöl.

Quellen: - Kerschbaum 2001, S45-Whiley 2002 S.11 -Ran an das Fett, 2019  Dr. Med Anne Fleck, S.281-283 -Handbuch der Pflanzenöle, Helmut Göppel, Sabine Kirschner, S.67/77 -Pflanzenöle, Ruth von Braunschweig 2. Auflage 2008, S 57/58 -Lexikon der Pflanzlichen Öle und Fette, Christ, Buchbauer,Klausberger S.65-S.70 -Cao H, Gerhold K, Mayers JR, Wiest MM, Watkins SM, Hotamisligil GS. Identification of a Lipokine, a Lipid Hormone Linking Adipose Tissue to Systemic Metabolism. Cell. September 2008;134(6):933– 44. -Song, In-Bong, et al. Omega-7 inhibits inflammation and promotes collagen synthesis through SIRT1 activation. Applied Biological Chemistry, 2018, 61. Jg., Nr. 4, S. 433-439. -Tokunaga Yayoi, et al. Effects of omega-7 palmitoleic acids on skeletal muscle differentiation in a hyperglycemic condition. Journal of Veterinary Medical Science, 2021, S. 21-0309. -Ducket, Susan K., et al. Palmitoleic acid reduces intramuscular lipid and restores insulin sensitivity in obese sheep. Diabetes, metabolic syndrome and obesity: targets and therapy, 2014, 7. Jg., S. 553.

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