Woran erkenne ich gutes Olivenöl ?

10 Tipps dazu von uns

madre e figli a tavola Die Olivenanbaugebiete liegen zwischen Ägäis und den kanarischen Inseln. Olivenöl ist ungeheuer vielseitig. Da es sehr gesund und schmackhaft ist, wird es in der mediterranen Küche verwand, es pflegt auch Haut und Haare. Aber wie erkennt man nun gutes Olivenöl? Nimmt man “Extra vergine” oder lieber “nativ extra”?

Wir geben Ihnen folgende Tipps, worauf Sie beim Einkauf achten sollten:

 

  1. Olivenöl “nativ” oder “ extra”?

Die Bezeichnungen “Natives Olivenöl extra” oder „Olivenöl nativ extra” sind durch die EU festgelegt. Dabei handelt es sich um Premiumerzeugnisse der höchsten Qualitätsstufe mit einem Säuregrad von unter 0,8%.

Fehlt das kleine Wort extra in der Bezeichnung hat das Olivenöl eventuell einen qualitativen Mangel oder ist nicht so fruchtig im Geschmack. Man kann aus gesundheitlicher Sicht aber auch das “Olivenöl nativ” ohne bedenken verzehren.

Und der Begriff “extra vergine”? Hierbei handelt es sich um einen Begriff der die höchste Güteklasse also “Natives Olivenöl extra” beschreibt.

 

  1. Das Etikett prüfen!

Wie bei Weinen spielen beim guten Olivenöl die Herkunftsregion sowie Lage und Anbau eine wichtige Rolle. Die meisten Öle sind Mischungen. Wenn zum Beispiel italienisches und griechisches Öl zusammengeführt werden muss man davon ausgehen, dass das Öl einiges an Weg beim Transport zurückgelegt hat, was zu Lasten der Qualität geht. Besser ist es also wenn ein klares Herkunftsland oder eine einzelne Region auf dem Etikett erkennbar sind. Aber Achtung “Abgefüllt in” ist dabei kein zuverlässiger Hinweis.

Wichtig ist auch das Bio-Siegel auf dem Etikett. Es steht für Olivenöl aus biologisch kontrolliertem Anbau und gibt auch an, ob das Öl innerhalb oder außerhalb der EU produziert worden ist. Der Preis des Öls kann zwar etwas höher sein, dafür wurde aber nachhaltiger gewirtschaftet. Die Bio-Landwirtschaft schließt die Verwendung von Kunstdünger und Pestiziden aus. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wachsen die Oliven in einem gesunden Ökosystem was sich im guten Geschmack des Öls bemerkbar macht, wie zahlreiche Tests beweisen.

Doch Gütesiegel und Test-Ergebnisse verraten nicht alles. Oft werben Hersteller auch mit alten Tests in denen sie gut abgeschnitten haben. Die Öle können aber wie beim Wein jedes Jahr ihre Qualität ändern. Daher können diese nur als Richtschnur beim Kauf dienen. Am besten testet man das Öl selbst. In Bio-Läden, Fachhandel oder auf dem Wochenmarkt ist dies meist möglich.

 

  1. Der Preis ist nicht heiß!

Billig-Olivenöl kann meist nicht mithalten. Vermeintliche Schnäppchen sind meist von minderer Qualität und werden zudem in der Regel nicht unter fairen Bedingungen erzeugt.

 

  1. Der Geschmack wird durch die Reife der Frucht bestimmt!

Je reifer die Früchte sind, desto milder (weicher) fällt der Geschmack des Öls aus. Dieses kann man sehr gut zum Backen, für Desserts oder Marinaden verwenden. Weniger reife Oliven ergeben einen kräftigeren Geschmack. Diese Öle mit fruchtig-intensivem Aroma sind sehr gut für Fischgerichte oder Salate. Olivenöle mit scharfer oder bitterer Note harmonieren hervorragend zu Gegrilltem. Somit unterscheiden sich Olivenöle stark im Geschmack voneinander. Gute Öle können scharf, fruchtig aber auch bitter sein. Sollte das Öl allerdings muffig, metallisch oder modrig riechen, dann sollten Sie dieses vielleicht lieber nicht verwenden, da das untypisch für gutes Olivenöl ist.

 

  1. Sortenreines Olivenöl das Feinschmeckeröl!

Sortenreines Öl wird nur aus einer bestimmten Olivenart gepresst. Feinschmecker finden das hervorragend, doch der Aufwand in der Herstellung ist enorm. Viele Olivenfarmen haben einen gemischten Baumbestand. Der Einfachheit halber werden die Oliven zusammen verarbeitet, was der Qualität des Öls aber auch nicht wirklich schadet. Sortenreines Öl eignet sich für alle, die ein besonders aromatisches Olivenöl suchen. Besonders würzige oder kräftige Öle werden aus grünen unreifen Oliven gewonnen. Ein Beispiel ist das sehr früh geerntete Agourélaio. Dieses Öl zeichnet sich durch eine starke Bitternote und einen scharfen, pfeffrigen Geschmack aus.

 

  1. Mit Olivenöl braten?

Die landläufige Meinung ist, dass sich Olivenöl nicht zum Braten eignet. Dies stimmt so aber nicht, man sollte nur aufpassen, dass das Öl nicht zu heiß wird. Man sollte dabei allerdings wissen, das beim erhitzen Nährstoffe im Öl verloren gehen. Daher reicht hierfür in der Regel ein einfaches Bio-Olivenöl.

 

  1. Olivenöl gut für Haut und Haar!

Bei trockener Kopfhaut, trockenen Haaren oder Schuppen ist Olivenöl ein gutes natürliches Heilmittel. Selbst bei Haarausfall kann es helfen. Wunderwirkungen sollte man dabei allerdings auch nicht erwarten.

Olivenöl schützt und pflegt den gesamten Körper. Es wird seit der Antike wegen seiner heilenden und entzündungshemmenden Eigenschaften durch die freien Fettsäuren und dem Vitamin E geschätzt. Wie beim Olivenöl für die Küche gilt auch bei Pflegeprodukten das billig oft qualitativ nicht so gut ist. Auch hier sollte man zu kaltgepressten Ölen aus biologischem Anbau greifen.

 

  1. Unsinnige Produkte meiden!

Gutes Olivenöl wird meist in Glasflaschen verpackt. Plastikflaschen oder Sprays sind oft nicht nur teurer sondern auch meist nur noch Sondermüll. Fette und damit eben auch Olivenöl können schädliche Weichmacher aus Plastik herauslösen.

 

  1. Olivenölhändler des Vertrauens!

In manchen Supermärkten findet man gewiss auch hochwertige Olivenöle. Allerdings ist die Auswahl meist sehr beschränkt. Suchen Sie sich am besten einen spezialisierten Olivenöl-Handler wo Sie sich Ihr Bio-Olivenöl kaufen, so wie beim Ölfreund. Wir pflegen unsere Handelsbeziehungen und prüfen die Qualität der Öle bereits bei der Vorauswahl und beim Einkauf genau.

Hinterlasse eine Antwort

Betriebsferien vom 15.07.2017 bis 31.07.2017. Ihre Sendung wird am 02.08.2017 frisch gepresst an Sie verschickt.